Gute Webtexte und gutes Webdesign gehören immer zusammen

Wenn ich Texte für Websites schreiben soll, stellt sich mir anfangs immer die Frage: “Wie wird mein Text später visuell auf der Website dargestellt?” Statt darstellen, sollte ich besser inszeniert sagen. Denn im besten Fall setzt ein gutes Webdesign gute Inhalte perfekt in Szene. 

Wer mir eine Text-Anfrage stellt, der möchte nicht einfach eine mit Text gefüllte Website haben. Eine Website ist eine Werbe- und Informationsplattform, die mit Menschen kommuniziert. Wir möchten z. B. potenzielle Kunden informieren und sie zu Kunden machen. Wir haben also ganz klare Ziele, die wir mit der Website erreichen wollen. Text allein kann das nicht schaffen. Suchmaschinenoptimierung allein kann das nicht schaffen. Webdesign allein kann das auch nicht schaffen. Also wie dann?

Die Kommunikationsstrategie kommt zuerst

Bevor ich mit texten beginnen kann, muss ich erst einmal wissen, was ich mit dem Text erreichen soll. Welche Personen soll ich ansprechen? Aus welcher Branche kommen diese? Und welche Aktion sollen sie ausführen nach dem Lesen des Textes?

Suchmaschinenoptimierung ist nicht das primäre Ziel, nach dem ich texte. Die Texte für Suchmaschinen zu optimieren, gehört zum guten Webtexten dazu. Suchmaschinenoptimierung allein reicht jedoch nicht aus, um die Ziele der Website zu erreichen, z. B. Besucher zum Kontaktformular führen oder das Unternehmen gut zu präsentieren. Gute Webtexte sind zwar suchmaschinenoptimiert,  kommunizieren aber gleichzeitig dem Besucher die richtigen Botschaften. Und hierfür brauchen wir zuerst einmal eine gute Kommunikationsstrategie.

Text und Webdesign kommen zusammen

Wissen wir, mit wem und was wir mit der Website kommunizieren möchten, können wir die Inhalte planen. Dazu gehören der faktische Inhalt und die Darstellung des Inhalts.

Die besten Texte sind leider kaum etwas wert, wenn sie nicht richtig in Szene gesetzt werden. Gute Websites nutzen zum einen Bild und Text so, dass sie sich gegenseitig unterstützen und erklären. Zum anderen werden Gestaltungsraster und -elemente, Farben und Typografie sinnvoll eingesetzt. Informationen, die man in Punktlisten aufführt, lassen sich z. B. viel schöner und effektiver nebeneinander darstellen. Mit einem Icon vielleicht noch, einer knackigen Überschrift und einem kurzen beschreibenden Text. Auf diese Weise lässt sich die Aufmerksamkeit der Besucher ganz gezielt auf bestimmte Website-Elemente und den darin enthaltenen Text lenken.

Meine Empfehlung: Webdesign einkaufen oder Mediendesigner anheuern

Wer seine Texte auf Vordermann bringen möchte, aber noch keine professionelle Website hat, dem empfehle ich, nicht nur auf Text zu setzen. Such dir gleichzeitig einen guten Mediendesigner oder kauf ein professionelles Webdesign ein. – Es gibt mittlerweile sehr professionelle und dabei günstige Angebote, zum Beispiel von WPFA (WordPress für alle). Und wenn Du schon ein tolles Webdesign hast, freue ich mich darauf, Texte für deine Website zu schreiben! 🙂

Mit welchem CMS lässt sich besser arbeiten – Seiten erstellen

TYPO3 ist komplex und WordPress ist extrem benutzerfreundlich – das ist das, was ich oft höre. Ich selbst habe viel mit TYPO3 gearbeitet und empfand das CMS immer als sehr intuitiv. Ich mag den Seitenbaum und ich mag, dass Backend und Frontend klar voneinander getrennt sind (bei Drupal ist das zum Beispiel nicht so). Allerdings gibt es sehr wenige Menschen, die das genauso empfinden wie ich. Daher war meine Neugier geweckt: Warum wird TYPO3 als komplex empfunden und warum WordPress als intuitiv?

Wie einfach lassen sich Seiten erstellen?

Als erstes habe ich mir angeschaut, wie sich Seiten erstellen lassen. Das ist in beiden Systemen recht simpel – aber da ich ja gerne mit meiner Meinung alleine dastehe, begründe ich lieber mit Fakten. 😉

Der Unterschied bei TYPO3 und WordPress liegt darin:

  • In WordPress gibt es die „Seitentypen“ Seite und Beitrag. Diese sind bereits in der Modulleiste voneinander getrennt. Es gibt außerdem verschiedene Beitragstypen, jedoch keine weiteren Seitentypen. Will man eine Seite erstellen, wählt man das Modul Seite und klickt auf einen Button „Erstellen“. Das war’s!
  • In TYPO3 klickt man auf das Icon für „Seite erstellen“, daraufhin erscheinen die Icons für die verschiedenen Seitentypen. Einen dieser Seitentypen zieht der Redakteur dann in den Seitenbaum (siehe Bild oben). So weist der Redakteur der neuen Seite gleichzeitig die Position im Navigationsmenü zu.

WordPress verzichtet somit auf Icons, wohingegen TYPO3 sich auf Icons verlässt. Außerdem stehen dem Redakteur mit TYPO3 früher mehr Optionen zur Verfügung.

wp-seite-erstellen
Seiten erstellen mit WordPress

WordPress ist intuitiver, TYPO3 effizienter

Da die Verwendung von Klartext verständlicher für den Nutzer ist, kann ich nachvollziehen, dass WordPress in diesem Schritt bereits intuitiver wirkt. Außerdem ist ein System einfacher je weniger Optionen zur Verfügung stehen. Auch da punktet WordPress.

Das Erstellen von Seiten in TYPO3 ist jedoch effizienter und bietet mehr Strukturierungsmöglichkeiten:

  • Die Auswahl des Seitentyps und die Positionierung im Menü sind miteinander verbunden – somit erübrigen sich einige Mausklicks, die in WordPress erforderlich wären.
  • Es lassen sich direkt hintereinander mehrere Seiten erstellen – in WordPress wird man sofort zur neu erstellten Seiten geleitet.

Somit bin ich der Antwort bereits ein wenig näher gekommen. Im nächsten Teil werde ich untersuchen, wie sich verschiedene Arten von Inhalten einpflegen lassen. Ich bin gespannt! 🙂

 

CMS-Wars: WordPress vs. TYPO3

Ich habe mich dazu entschlossen, eine Artikel-Serie zu beginnen, in der ich die Unterschiede zwischen WordPress und TYPO3 CMS näher beleuchte. TYPO3 kenne ich bereits seit über sechs oder sogar fast sieben Jahren: Ich habe als Redakteur Inhalte eingepflegt und als Administrator auch selbst kleine Websites damit erstellt. Als Redakteur kenne ich mich mittlerweile sehr gut in TYPO3 aus und kenne viele Tricks, die dem Anfänger noch verborgen sind. Mit WordPress habe ich bisher noch nicht so viel Erfahrung.

Als ich als freie Texterin jedoch eine neue Website brauchte und auch einige meiner Freunde Bedarf an einer kleinen Freiberufler-Site hatten, stieg ich auf WordPress um. Meine Hauptgründe waren, dass dieses CMS viele kostenlose Design-Templates bereitstellt und sich Website und Blog einfach miteinander verbinden lassen. Da auch keine großen Ansprüche an die Websites gestellt wurden, waren die Voraussetzungen optimal, um WordPress einmal auszutesten.

Beim Arbeiten mit WordPress habe ich einige Unterschiede festgestellt. Und in Zukunft werde ich wahrscheinlich noch viele Weitere entdecken. Daher dachte ich, ich beschreibe in meinem Texter-Blog, was mir auffällt. Mein Ziel ist es, meine Beobachtungen nach und nach zu dokumentieren, um am Ende der Serie eine neutrale Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von WordPress und TYPO3 verfassen zu können.

Starten werde ich die Artikel-Serie mit der Frage: Mit welchem CMS lässt sich besser arbeiten? Wobei “besser” natürlich immer sehr subjektiv ist. Aber dazu dann mehr im ersten Artikel.

 

Content-Marketing vs. Content-Strategie

Content-Marketing und Content-Strategie sind die Buzz-Words, die man nicht ignorieren kann, wenn man sich mit Webtexten beschäftigt. So ging es mir zumindest. Da ich aus der Technischen Dokumentation komme, waren diese zwei Begriffe auch für mich neu. Also stürzte ich mich in das Thema rein und las alles, was ich über Content-Marketing und Content-Strategie in die Finger bekam. Aber irgendwie klangen beide Konzepte ziemlich ähnlich. Also recherchierte ich ein wenig weiter und fasse hier kurz zusammen, was aus meiner Sicht den Kern der zwei Konzepte ausmacht.

Bevor ich ans Eingemachte gehe, sage ich noch kurz, was Sie sich unter Content vorstellen können. In Fachtexten wird ja kaum noch von Inhalten gesprochen, sondern es wird meistens die englische Benennung Content verwendet. Wahrscheinlich ist Ihnen das auch schon aufgefallen. Und wahrscheinlich wissen Sie auch bereits, dass jeder Inhalt und jede Information als Content bezeichnet werden kann. Dazu gehören Webtexte, Whitepapers, Videos, Bilder etc. Was Sie vielleicht noch nicht wissen: Auch die Navigation, Metatexte fürs SEO und Nutzerkommentare werden als Content bezeichnet.

Schön, jetzt haben wir einen griffigen Namen für die ganzen Inhaltsschnipsel. Was bringt uns das? Nun, das ruft uns ins Bewusstsein, dass wir uns nicht nur um Websitetexte, Bilder und Videos kümmern sollten, sondern auch um die Navigation, SEO-Metatexte und Nutzerkommentare. Wenn wir also von einer Strategie für Content reden, dann heißt das, dass jeder Content der Strategie folgen sollte, auch die kleinen Contentstücke, die man gerne übersieht.

Content-Strategie: Machen Sie sich einen Plan!

Nach meinen Recherchen zu urteilen, ist die Content-Strategie ein Teil des Content-Marketings. Sie leistet sozusagen die Vorarbeit für alle weiteren taktischen Marketing-Maßnahmen. Kristina Halvorson schlägt in ihrem Buch „Content Strategy“ deshalb vor, einen Leitsatz zu finden, der den Kern der Strategie enthält. Zum Beispiel: „Wir möchten eine hilfreiche Softwareplattform mit informativem und unterhaltsamen Content anreichern, der Medien-Designern mit wenig Programmierkenntnissen dabei hilft, Ihren Alltag zu meisten und neue Technologien zu lernen.“ Dieser Leitsatz umfasst die angepeilte Zielgruppe, wie die Zielgruppe erreicht werden soll und welchen Zweck der Content erfüllen muss.

Um diesen Leitsatz zu finden, muss Ihnen natürlich erst einmal bewusst sein, welche Zielgruppe Sie ansprechen und welche Message Sie wie nach außen tragen möchten. Wenn das aber geschafft ist, können Sie sich den Leitsatz bei jedem Text und Content-Stück wieder in Erinnerung rufen und prüfen, ob er der Strategie entspricht.

Content-Marketing: Setzen Sie Ihre Strategie um!

Beim Content-Marketing geht es nun darum, Ihre in der Strategie festgelegten Ziele zu erreichen. Sie möchten die Nutzer von Ihrer Marke oder Ihrer Message überzeugen. Dies erreichen Sie, indem Sie langfristig Content mit hoher Qualität und Mehrwert für den Nutzer anbieten. Über Analysetools lässt sich feststellen, welcher Content beliebt ist und an welchen Stellen Nutzer aussteigen. Zum Content-Marketing gehört also nicht nur die Content-Erstellung, sondern auch die Content-Analyse. Zum Content-Marketing gehört natürlich noch viel mehr, aber zum Zweck der Gegenüberstellung dürfte das erst einmal reichen.

Mit Strategie zum Content-Marketing mit Sinn und Verstand

Ich denke, es ist allgemein sinnvoll, sich immer mal wieder zu fragen, warum tue ich, was ich tue und welchen Zweck erfülle ich damit. Als Gründer oder Start-up probiert man am Anfang erst einmal aus, was funktioniert und richtet dann danach seine Strategie aus. Mit der Aufstellung einer Content-Strategie ist es meiner Meinung nach ähnlich. Man stellt ein paar Thesen auf und prüft dann im Nachhinein, welche sich bewahrheitet haben und welche nicht. Also zum Beispiel: Welcher Content kommt gut an und welcher nicht? Welche Besucher zieht mein Angebot an und welche nicht? Anhand diesen Versuchen und Informationen aus dem Content-Marketing lässt sich dann die eigene Content-Strategie entweder neu ausrichten oder leicht anpassen. Und das immer wieder. Denn stehen bleiben wollen wir ja nicht.

Customer Experience mit hochwertigen Webtexten erhöhen

Ihre Website steht, aber die Texte könnten besser sein? Qualitative und informative Texte sind in der heutigen digitalen Gesellschaft bares Geld wert. Über gute Website-Inhalte wie hilfreiche Blog-Texte oder klare Leistungs- und Unternehmensbeschreibungen wird Ihr Angebot von potenziellen Kunden gefunden. Einer Studie zufolge sind hochwertige und vor allem konsistente Texte ein entscheidender Faktor für eine gute Customer Experience.

Nur was bedeutet Customer Experience eigentlich? Laut Wikipedia geht es darum, eine emotionale und positive Verbindung zwischen Kunden und dem Produkt oder Anbieter herzustellen. Man möchte die Kunden an sich binden und bestenfalls zu sogenannten Markenbotschaftern machen. Sie kennen das Prinzip wahrscheinlich bereits aus der analogen Welt: dort heißt es Mundpropaganda. Klingt vielleicht nicht so schön, aber essenziell geht es darum, Kunden dazu zu bringen, das eigene Produkt oder die eigene Leistung weiterzuempfehlen.

Kurzes Beispiel: Markus führt ein Malergeschäft. Er hat keinen digitalen Auftritt. Aber er weiß, wie er seine Kunden zu Markenbotschaftern macht. Er leistet nicht nur gute Arbeit, sondern achtet auch auf die kleinen Details, die andere vernachlässigen, sei es auch nur seine Baustellen immer sauber und aufgeräumt zu hinterlassen. Zusätzlich investiert er sehr viel Zeit in die Kundenpflege. Er ist hilfsbereit und berät auch mal gratis. Seine Kunden danken es ihm, indem sie ihn weiterempfehlen, und Interessenten werden dadurch oftmals zu Kunden.

Es ist genau diese Vorgehensweise, die jetzt in die digitale Welt übertragen wird. Der einzige Unterschied ist, dass wir dem Kunden oder potenziellen Kunden nicht direkt gegenüberstehen. Wir schreiben Texte für ihn, ohne ihn wirklich zu kennen. Allerdings dürfen wir hier nicht vergessen, dass wir mit unseren Webtexten mit einer bestimmten Person kommunizieren. Markus kann je nach Kunde entscheiden, was er ihm mitteilen möchte und wie er das tut. In der digitalen Welt wissen wir vorher nicht, wer unseren Content konsumiert. Wir brauchen daher ein Konzept, wie jeder Kunde oder potenzielle Kunde genau das geliefert bekommt, was er braucht.

Hochwertige Webtexte: Wie gebe ich meinen Zielkunden, was sie wollen?

Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, hochwertige und konsistente Webtexte zu erstellen, um Interessenten zu Kunden und Kunden schließlich zu Markenbotschaftern zu machen. Wie bei jeder kommunikativen Interaktion erreichen wir den Kommunikationspartner nur dann, wenn wir in seiner Sprache sprechen und ihm die Information liefern, die er erwartet. Wenn ich Texte schreibe, passe ich daher den Ton, z. B. werblich, informativ, persönlich oder sachlich, an die jeweilige Textsorte an, z. B. Website-Text, Blogartikel oder Pressetext. Zusätzlich stelle ich mir eine konkrete Person als Ansprechpartner vor. Diese Person stellt dabei eine bestimmte Zielgruppe mit bestimmten Interessen und Problemen dar. Aus dem vorhandenen Informationspool wähle ich dann genau die Information aus, die diese Zielperson interessieren könnte.

Durch das bewusste Weglassen von Information rückt die Information, die ich gebe, in den Vordergrund. Wenn ich alles richtig gemacht habe, fühlt sich die Zielperson dann abgeholt. Wenn ich zuviel Information gebe, kann es sein, dass die Zielperson den Text als nicht relevant wahrnimmt. Denn die Information, die sie tatsächlich relevant findet, geht dabei unter. Wenn ich aber bewusst Informationen weglasse, ist es natürlich äußerst wichtig, die Zielgruppe und die Zielperson zu kennen und zu wissen, was für sie relevant ist.

Eine sehr bekannte Methode, um ein Angebot auf bestimmte Nutzer anzupassen, ist die Erstellung von Personas. Mithilfe von Personas lassen sich bekannte Eigenschaften, Wünsche und Probleme der Zielgruppe festhalten und dem Kommunikationspartner ein Gesicht geben. Wenn Sie die Zielgruppe nocht nicht sehr gut kennen, können Sie auch erst einmal Annahmen niederschreiben. Diese Annahmen lassen sich dann gezielt testen und anschließend analysieren. Auf dieser Basis lässt sich die verfolgte Content-Strategie entweder neu ausrichten oder justieren. So können Sie Schritt für Schritt an einer guten Customer Experience und exzellenten Webtexten schrauben.

Quellen:
Acrolinx-Studie zur weltweiten Content-Qualität
Customer-Experience-Management auf Wikipedia