IT-Texter: Software auf den Punkt gebracht

IT-Texter: Software auf den Punkt gebracht

Software und die IT haben mich schon immer begeistert. Wie ein Schwamm sog ich Wissen über Datenbanken, CMS und verschiedene Programmier- und Markupsprachen auf. Als IT-Texterin nutze ich dieses Fachwissen und Verständnis, um informative und anschauliche IT-Texte zu schreiben.

Wieso ich speziell für den IT-Bereich texten kann? Weil ich das studiert habe: Übersetzung für die IT im Bachelorstudium und Technische Kommunikation im Masterstudium. Bei IT-Themen schlägt mein Herz höher, deswegen war ich bei allem, was sich um Code, Datenbanken, Webtechnologien oder XML und XSLT drehte, immer voll dabei. Meine liebsten Themen sind das Content Management, das Web und alles rund um Semantik und Big oder Smart Data. Ich arbeite außerdem bereits seit mehreren Jahren mit TYPO3 und neuerdings mit WordPress. Dieses Fachwissen und Verständnis für Software, CMS und die IT fließen in alle meine IT-Texte.

Gute IT-Texte brauchen Fachwissen

Vielleicht fragst Du Dich, wieso es so wichtig ist, dass ich als Texterin IT-Wissen bereits mitbringe. Reicht es denn nicht, wenn mir die Software-Entwickelnden die fachlichen Informationen geben? Diese Frage lässt sich manchmal mit Ja beantworten, sehr viel öfter aber mit Nein.

Vielen ist gar nicht bewusst, dass sie sehr viele Informationen bereits voraussetzen und daher weglassen. Wenn ich einen Text schreibe, tauchen daher immer wieder Fragen auf, die Website-Besuchende stellen könnten. Durch meine IT-Kenntnisse kann ich viele Fragen selbst beantworten, logisch herleiten oder eigenständig recherchieren. Und wenn mir Software-Fachkräfte Informationen geben, kann ich diese sehr schnell verstehen und in einen für die Zielgruppe verständlichen Text umwandeln.

Als IT-Texter habe ich mir folgendes Fachwissen angeeignet:

  • Content-Management-Systeme (CMS, z. B. TYPO3, WordPress, SCHEMA ST4)
  • Datenbanken (relationale- und Graphdatenbanken)
  • Metadaten und semantisches Tagging
  • Grundlagen der Programmierung
  • Webtechnologien (HTML, XML, CSS, PHP, JavaScript und jQuery)
  • MS Office mit VBA
  • Digitalisierung & Künstliche Intelligenz

So schreibst Du IT-Texte mit dem Wow-Effekt

IT ist komplex? Pssst, das muss ja nicht die Kundschaft wissen. Sind IT-Texte verständlich geschrieben und gut mit knackigen Überschriften gewürzt, sieht die Welt doch ganz anders aus. Das große IT-Thema ist auf einmal übersichtlich, Deine Kundschaft versteht, was ihnen die IT bringt und ist überzeugt, dass sie mit Deinem Angebot ihre Ziele erreichen können – und das ganz einfach.

Verständliches Texten für die IT:

  • Sprich die Sprache der Zielgruppe: Deine Website-Besucher bestimmen, ob Fachterminologie und Buzzwords im Text verwendet werden dürfen. Sind Fachterme bekannt, verwende ich sie dennoch möglichst sparsam. Vor allem wenn sich ein Sachverhalt anschaulicher mit einfachen und klaren Worten darstellen lässt.
  • Erzähle nur das, was wirklich relevant ist: Wir möchten unseren Website-Besuchern so viel Tolles über unser IT-Thema sagen. Meistens überfordern wir sie jedoch damit. Deshalb sollten wir nur das sagen, was wirklich für die Zielgruppe wichtig ist. Das heißt, wir wählen aus den ganzen Informationen und Fakten nur diejenigen aus, die unsere Argumentation am besten unterstützen.
  • Die wichtigsten Botschaften und Aussagen kommen immer nach vorne: Das gilt für den gesamten Textaufbau eines Dokuments oder einer Website wie auch für jeden Absatz und Satz. Erst sage ich, worauf ich hinaus möchte, dann vertiefe ich die Aussage.
  • Fakten und Beispiele untermauern Behauptungen und Aussagen: Gerade bei abstrakten Themen ist es wichtig, klare und greifbare Beispiele zu nennen. Informationen bleiben uns viel stärker in Erinnerung, wenn wir uns darunter etwas bildlich vorstellen können. Zudem beweisen wir mit klaren Fakten und Beispielen unsere Aussage. Dadurch schaffen wir Vertrauen in die Botschaft des Website-Texts und die Glaubwürdigkeit der Website.
  • Bildlich schreiben: Kurzes Beispiel: Webcrawler sind Skripte, die Websites durchsuchen. Webcrawler bezeichnen wir auch manchmal als Bots. Der Vorteil: Wir stellen uns süße kleine Roboter vor, die das Web nach wertvollen Informationen durchsuchen. Sich Programmcode vorstellen und dabei etwas zu fühlen, wäre etwas schwieriger. Noch ein Vorteil: Wir müssen weniger erklären. Jedes Mal, wenn wir Webcrawler lesen, haben wir das Bild eines kleinen Roboters im Kopf, der das Web durchsucht. Denn bildliche Beschreibungen bleiben einfach besser hängen.

Und dann geht’s los: So gelingen Dir gute IT-Texte

Als IT-Texter bewegen wir uns in einem recht anspruchsvollem Fachgebiet. Und jede neue Software oder jedes neue IT-Unternehmen, das wir beschreiben, ist ein bisschen anders. Durch unsere IT-Kenntnisse können wir uns jedoch recht schnell – auch in neue IT-Themen – einarbeiten. Es ist sehr wichtig, viel über das IT-Thema oder die Software herauszufinden. Denn wir möchten die Informationen so verdichten und beschreiben, dass Website-Besucher sie sofort verstehen. Das gelingt uns nur, wenn wir ein tieferes Verständnis der Materie haben und dieses dann prägnant auf den Punkt bringen.

1. Briefing & Recherche

Finde heraus, wen Du in Deinem Text ansprechen sollst und zu welche Zweck (Zielgruppe und Ziele). Soll der Text zum Beispiel über Suchmaschinen Kundschaft anlocken? Oder soll er eine bestimmte Zielgruppe besser erreichen? Ich persönlich lese erst einmal einige Artikel zum Thema und schaue mir die Informationen an, die ich mir meine Ansprechpartner liefern. So bekomme ich ein Gefühl dafür, was die Zielgruppe interessiert und welche Botschaften die IT-Texte vermitteln sollen.

2. Konzeption

Überblicke ich das Thema des Textes, erstelle ich erst einmal einen groben Entwurf. Damit konzipiere ich den inhaltlichen Aufbau des IT-Textes, z. B. zuerst kommt die Headline, dann ein kurzer Teaser, dann eine allgemeine Beschreibung und dann zwei Absätze mit detaillierten Informationen. Die Texte sind dann noch nicht perfekt, aber enthalten schonmal die wichtigsten Fakten.

3. Ausarbeitung

Passt das Textkonzept, formuliere ich den Text aus. Jetzt geht es ums richtige Wording und klare Formulierungen. Ich probiere auch gern mal verschiedene Ideen aus. Nur so kommt man schlussendlich auf einen spannenden Text. Ganz nach dem Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

4. Korrekturen und Veröffentlichung

Nachdem ich den Text ausformuliert habe, hole ich mir Feedback oder lasse ihn mindestens einen Tag liegen. Danach arbeite ich das Feedback ein oder gehe selber nochmal drüber und runde den Text ab. Wenn ich zufrieden bin, packe ich den Text auf die Website, aber veröffentliche ihn noch nicht. Aus einem einfachen Grund: Texte wirken oftmals im Webdesign ganz anders als in einer Word-Datei. Daher gebe ich den IT-Texten gerne nochmal den letzten Schliff, wenn sie bereits online sind. Insbesondere Headlines solltest Du dir immer nochmal im Webdesign anschauen – und gegebenenfalls optimieren. Denn wenn es ist, was Deine Website-Besuchenden auf jeden Fall lesen, dann sind es die Headlines!